China

 

Anandapura (bei Negombo) und Kotagalla bei Kandy (1)


Etwas weiter nördlich die Westküste entlang, bei Negombo, befindet sich eines der vier dazugehörigen Heimen mit einer Farm, Anandapura, auf der die Kinder leben und auch mitanpacken bei der Arbeit. Diese besteht hauptsächlich aus Viehzucht und Anbau von Gemüse. Außerdem stellen die Kinder und Jugendlichen, teils auch erwachsene Behinderte, dort per
Hand Teppiche, Besen etc. her. So finanziert sich das Heim selbständig. Das Heim wird geleitet von einem Familienmitglied der de Kretsers.
Das dritte Heim, Kotagalla, befindet sich im Hochland, im Inneren des Landes, in der Nähe von Mawanella bei Kandy. Dort arbeitete ich ebenfalls für zwei Wochen, was mir allerdings unendlich lange vorkam, denn die Lebensbedingungen dort, weit weg von Zivilisation, fast im tiefsten Dschungel, sind doch etwas gewöhnungsbedürftig für uns ach so zivilisierte Bevölkerung.
Zum nächsten "Ort", von dem zumindest etwa jede Stunde wenigstens ein Bus in die nächste Stadt fuhr, mußte man 5 km zu Fuß gehen, zwar auf einem Weg, doch teilweise durch Bäche und Büsche oder sich auf die halsbrecherische Reise per Kleinbus einlassen. Wir (meine Freundin und ich) hatten uns dann doch einmal für einen Fußmarsch entschieden, was sich als ebenfalls halsbrecherisch erwies, da es in Strömen goß und die Blutegel nicht von unseren Füßen lassen wollten. Außerdem wurde der Weg zu Schlamm.
Strom gab es keinen, außer zwischen 18.00 und 21.00 Uhr, der von einem Generator erzeugt wurde. Morgens und spät abends mußte man mit Kerzen Vorlieb nehmen. Das Haus, in dem wir wohnten, war nur über die kleinen Wege auf den Reisfeldern zu erreichen. Bei Regen konnte dies sehr spannend werden, durfte man doch keinen kleinen Schritt daneben tun, wenn man nicht mitten im kühlen Nass der Reisfelder landen mochte.
Das Haus hatte keine Türen und waschen mußte man sich am Brunnen vor der heimeigenen Schule, wo auch wir die Kids in Malen, Nähen etc. unterrichteten.

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