Unterwegs
in Pingdu
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Hier ein völlig
typisches Bild für eine chinesische
"Kleinstadt". Haus an Haus, in
Reih und Glied. Überall die großen
Reklameschilder mit denen für
uns unentzifferbaren Schriftzeichen.
Es wimmelt vor Menschen, Fahrrädern,
Dreirädern und uralten stinkenden
und ständig laut hupenden Autos.
Einige Menschen bewegen
sich hektisch fort, andere sitzen
vor ihren Häusern und beobachten
das ganze Geschehen.
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Außerdem
noch überall zu sehen: Billardtische.
Am Straßenrand oder auf extra
dafür vorgesehenen Plätzen, aber
natürlich draußen. Natürlich spielen
nur chinesische Männer Billard.
Wie so vieles ist auch Billardspielen
bei Frauen verpönt. Das ist ein
Männersport, das macht "frau"
nicht. Ebenso Zigaretten rauchen
oder Alkohol trinken (nur in kleinen
Portiönichen mal geduldet von
den Männern).
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Verstößt
eine chinesische Frau gegen die
Regeln, gilt sie gleich als "Schlampe".
Verstößt aber eine ausländische
Frau gegen die Regeln (was haben
sich die Chinesen gefreut, daß
ich Billard gespielt und Bier
getrunken habe) ist das "cool".
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Dann
bekamen wir einmal die Gelegenheit,
die Oper von Pindu zu besuchen.
Tagsüber, während den Proben.
Es muß wohl gerade Pause gewesen
sein, denn sie spielten gerade
alle ein Brettspiel.
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Daß
die Chinesen viele und vor allem
lange Pausen während der Arbeit
machen, ist uns übrigens auch
schon aufgefallen, als wir eine
Behörde in Pingdu besuchten, da
Shuhua eine Freundin besuchen
wollte. Das einzige, das wir auf
den Schreibtischen sahen, waren
Tee, Zeitung und Zigaretten. Sonst
waren die Schreibtische leergefegt.
Die Mittagspause dauert immer
so etwa 3 Stunden. Die Chinesen
machen dann meistens einen Mittagschlaf
(Chinesen können übrigens immer
und überall schlafen).
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