China

Zion Canyon (1)

Ankunft - Temple of Sinawava


13.09.

Zion National Park - Entrance

Am nächsten Morgen fuhren wir dann weiter über den Highway 89 und den Highway 9 zum Zion National Park. Der 593 km² große Park erhielt seinen Namen von den ersten Mormonen. Himmelragende Felswände, mächtige Pfeiler, Dome, Steilklippen, die 1000 m tief abfallen, tiefe Nischen - die Außmaße sind gewaltig (1) (2). Der Zion Canyon ist außerdem wohl DAS Kletterparadies. Das Wetter war weiterhin super, strahlend blauer Himmel, die Sonne lachte. Und es wurde noch wärmer. In den Zion Canyon fährt man über einen Pass durch einen langen Tunnel und anschließend wieder runter an den Canyongrund. Dort herrscht schon eher Wüstenklima und es war selbst im September noch sehr warm. Zuerst fuhren wir zum Watchman Campground, der am Visitor Center liegt, um einen Zeltplatz zu ergattern. Hier wurden allerdings die Zeltplätze zugeteilt, was aber nicht weiter schlimm war. Bäume, die Schatten spenden, gibt es auch auf diesem Campingplatz überall.

Nachdem wir unser Zelt aufgeschlagen hatten, gingen wir zu Fuß zum Visitor Center. Dort ist die Abfahrthaltestelle der kostenlosen Shuttles, die die Besucher durch den Canyongrund zu zahlreichen Haltestellen bringen. Die Shuttles fahren von früh morgens bis abends und in kurzen Abständen. Hier ist es aus Naturschutzgründen verboten mit dem eigenen Auto durch das Tal zu fahren, was ich eigentlich ganz gut finde. Ist vielleicht nicht ganz so bequem, aber dafür mindestens genauso spaßig. Ganz im Gegenteil, im Shuttle kommt man noch am ehesten mit anderen Besuchern ins Gespräch und kann sich erzählen, was man auf seiner Tour noch sehen will, was man gesehen hat und was sich wirklich lohnt anzuschauen. So bekamen wir z. B. von zwei Hikern den Tip, unbedingt den Angels Landing Trail (dazu gleich mehr) zu gehen. Und wir konnten auch Tips geben :) Denn die Touren der Touristen ähneln sich sehr oft, nur die Reihenfolge der Anfahrtspunkte variiert.

Wir fuhren zunächst einmal zum Temple of Sinawava (Endhaltestelle des scenic drive, mitten im Canyon, am Fluss und "benannt nach dem Coyote-Geist der Paiute-Indianer (2)") und gingen den Trail Gateway to the narrows. Er hat seinen Namen von einer Spalte, die zwischen den Felsen immer enger wird, bis man schließlich den Fluss erreicht. Dieser Weg ist eher ein kleinerer, gepflegter Spaziergang und daher auch ziemlich gut besucht. Den Fluss kann man dann auch mit Hilfe von Wanderstöcken durchwaten. Doch Vorsicht ist geboten, denn der Fluss kann bei Regen schnell zu einem reißenden, gefährlichen Strom werden, in dem auch schon Menschen ertrunken sind. Außerdem sollte man wasserfeste Schuhe dabei haben. Barfuß ist es vielleicht nicht jedermanns Sache, da die Steine im Fluß ziemlich spitz sind.