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Yellowstone
National Park (1)
Ankunft
06.09.
Weil
ich auf eine wichtige Nachricht wartete, gingen
wir nach dem Frühstück erst einmal
in die Library in Cody, in der man
sogar umsonst im Internet surfen kann, um
unsere E-Mails abzurufen und ein paar E-Mails
loszuwerden. Dann machten wir uns auf den
letzten Weg zum Yellowstone National Park.
Der
Yellowstone National Park umfasst ca. 9000
km² (ca. 60 mal 50 Meilen großes
Areal) und ist nicht nur der älteste
(Gründung 1872), sondern auch der meist
besuchte Nationalpark der USA. Über die
Hälfte der 2,5 Millionen Besucher pro
Jahr kommt im Juli/August, doch bis Anfang
Oktober kann das Wetter schön sein. Also
tut man gut daran, den Park nicht in der Hauptreisezeit
zu besuchen. In ihm befinden sich über
die Hälfte aller Geysire der Erde, tausende
von kochendheißen Quellen, gurgelnden
Schlammlöchern, zischenden Erdspalten
und vor Erdwärme dampfende Berghänge.
Ebenso ein Wasserfall von doppelter Höhe
der Niagara-Fälle, ein Canyon und der
größte Bergsee des Kontinents,
der Yellowstone Lake.
Trotz
zauberhafter Atmosphäre muss einem klar
sein, dass man auf einem riesen Pulverfass
steht. Der Boden der ehemaligen Caldera hebt
und senkt sich immer noch, was Fachleute als
ein Zeichen zukünftiger vulkanischer
Aktivität deuten. (1)
(2) (3)
Kurz
vor dem Eingang (also von Osten, einer der
5 Eingänge) fing das Wetter an, schlechter
zu werden. Es regnete und wurde kälter.
Nicht gerade das Wetter, das wir uns für
den Park gewünscht hatten, in dem wir
auch evtl. campen wollten. Am Eingang wurden
wir dann noch deprimierter. Die Ranger standen
da in dicken Jacken und Handschuhen! Es regnete
immer noch. Die Wetterprognose des Rangers
am Eingang war auch nicht gerade ermunternd.
Wir
kauften uns erst einmal einen "National
Parks Pass", der sehr zu empfehlen
ist, wenn man mehrere Nationalparks besuchen
möchte. Er kostete 50$ pro Fahrzeug und
ist gültig für ein Jahr. Zudem berechtigt
er für den Eintritt in die meisten Nationalparks
in den USA. Dies hat sich auf jeden Fall ausgezahlt,
wenn man bedenkt, dass viele Nationalparks
einen Einzeleintrittspreis von 20$ hatten.
Mehr Infos unter www.nps.gov
(englisch).
Auf
dem weiteren Weg bergauf verdüsterte
sich der Himmel immer mehr und uns verging
schon die ganze Lust auf den wunderschönen
Park. Michas Kommentar:"Fehlt nur noch,
dass es anfängt zu schneien" bestätigte
sich leider einige Minuten später. Sollte
es das Wetter die nächsten Tage wirklich
so schlecht mit uns meinen? Sollten wir gleich
wieder umkehren? Wir entschieden uns dann
doch dafür, erst einmal eine Unterkunft
zu suchen (denn auf hardcore-campen hatten
wir keine Lust und waren auch nicht dafür
ausgestattet) und den nächsten Tag abzuwarten.
Oben
angelangt wurde das Wetter doch etwas besser,
der Schnee war immerhin wieder in Regen übergegangen.
Am Yellowstone Lake, der wirklich riesig
ist, hielten wir erst einmal an, um uns warme
Sachen anzuziehen. Es war tierisch kalt und
der Wind peitschte. So gleichte der See durch
seine Größe und den Wellen darüber
schon fast einem stürmischen Meer.
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